Red Bull Romaniacs 2015: Alles neu und knüppelhart

Hermannstadt / Sibiu, Rumänien, 15. Mai 2015 – Die Red Bull Romaniacs gehen in die heisse Phase vor dem Rennen: Bereits in ca. acht Wochen treffen die besten Extrem-Enduro Fahrer der Welt in Sibiu ein. Fahrer aus 37 Ländern werden sich dann ihrer härtesten Prüfung des Jahres stellen und versuchen, die 4 Renntage plus Prolog zu überstehen. Zusammen mit den Familien und Service-Crews wird der Renn-Zirkus mit ca. 1200 Enduro-infizierten die Stadt im Herzen Transsilvaniens auf den Kopf stellen. Der grösste Teil der Fahrer kommt aus England, Deutschland und Österreich, dicht gefolgt von Neuseeland, den Niederlanden und Südafrika. Die exotischsten Länder sind Indien, Korea, Süd-Sudan und Ecuador.

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Alle Fahrer können sich auf eine der härteren Ausgaben der Red Bull Romaniacs “freuen” und sich weiche Kissen mitbringen, auf denen sie die geplagten Knochen in den kurzen Nächten ausruhen können. Dabei wird es für den durchschnittlichen Fahrer in den einzelnen Klassen durchaus möglich sein, fahrerisch einigermassen durch einen der Renntage zu kommen. Doch dann am nächsten Morgen wieder um ca. 4 Uhr aufzustehen und zu versuchen die insgesamt 600km Rennstrecke zu überstehen, ist eine andere Geschichte. Mit dem angezogenen Schwierigkeitsgrad der technischen Sektionen, insbesondere für die Gold-Klasse, wird es während des Rennens wenig Möglichkeiten zum Aufatmen geben. Auch in diesem Jahr haben die Trackmanager um Track-Direktor Klaus Sorensen ganzjährig daran gearbeitet, neue Trails zu finden und zusammen zu stückeln. Mit dabei sind fast vergessene Trassen der alten Römer, Schlepp-Rinnen vom Holztransport, Bergziegenpfade, sowie gnadenlose Auf- und Abfahrten in Bächen oder in gerader Linie durch Bergketten. Wie immer handelt es sich dabei grösstenteils um Gelände, das “normale Menschen” selbst zu Fuss verweigern würden.

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Gleichzeitig haben die Veranstalter jedoch erheblich Zeit und Ressourcen investiert, um die Rennstrecke insgesamt flüssiger zu machen und das Fahrerfeld weiter auseinander zu ziehen. Die Strecken der einzelnen Klassen sind besser isoliert und liegen in diesem Jahr in deutlich grösserer Entfernung zueinander. Gleichzeitig wurden die Starts der Bronze- und Gold-Klasse zusammengelegt. Damit konnten die Startintervalle vergrössert werden und die Fahrer begeben sich nun in grösseren Abständen auf die Strecke. Draussen, im Gelände, an Stellen wo es potentiell zu Staus kommen könnte, werden Alternativ-Linien auf die Fahrer mit den besten Augen warten. Für diejenigen, die über weniger gute Gelände-Lese Fähigkeiten verfügen, werden Alternativ-Linien teilweise sogar markiert. Auch in die Vorbereitung der Trails, sprich dem “Putzen der Strecke” – der Entfernung von (ungewollten…) Hindernissen, wurde mehr investiert. Zwei Teams wurden je 30 Arbeitstage beschäftigt, um ca. 100km Trails zu bereinigen. Für die 2015er Rennstrecke sind unter der Leitung von Klaus Sorensen (DK) folgende Trackmanager verantwortlich: Eric Themel (AT), Donato Gomez Jarque (ES), Magnus Grönberg (SE), Andras Elek “Bondi” (HU), Radu Zicu (RO), Harry Neumayr (AT), Radu Brumar (RO), Adi Mihu (RO), Mike Skinner (NZ). Prolog: Andy Fazekas (RO).

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Neu in 2015, wird es keine Auswärtsübernachtungen geben: die Rennleitung um Martin Freinademetz hat sich entschlossen, die Veranstaltung in diesem Jahr zu 100% in Sibiu zu zentrieren. Damit soll eine deutliche Erleichterung für die Service Crews der Fahrer und gleichzeitig besserer Zugang für die Zuschauer und Journalisten erreicht werden. Die besten Aktion-Punkte für die Zuschauer werden zwei Wochen vor dem Rennen auf www.redbullromaniacs.com veröffentlicht.

Dies sollte man im Auge behalten:

In jeder der vier Klassen der Red Bull Romaniacs werden unglaubliche Leistungen verbracht – doch es sind traditionell die Gold-Klasse Fahrer, die immer wieder zeigen, dass ihnen das Wort “unmöglich” fremd ist. Mit jedem Jahr wachsen die Anforderungen und es werden Hindernisse bewältigt, die vor einigen Jahren noch als unfahrbar galten. Auch in diesem Jahr haben die Veranstalter einige Überraschungen vorbereitet, bei denen sie davon ausgehen, dass auch die Gold-Klasse nicht ohne fremde Hilfe durchkommen wird. Darüber hinaus gibt es zwischen den Top-Fahrern einige “offene Rechnungen”: Der frühere “König der Karpaten”, Graham Jarvis, war 2014 nach vier Jahren Dominanz unsanft vom “Youngster” Jonny Walker vom Thron gestossen worden. Er wird beweisen wollen, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört – und muss Walker dieses Jahr schlagen. Man kann davon ausgehen, dass sich die beiden wieder über die volle Renn-Distanz duellieren werden. Auch Wade Young, der es im vergangen Jahr als jüngster Fahrer in der Geschichte des Rennens aufs Podium geschafft hat, dürfte heissen Gegenwind von den etablierten Platzhirschen Paul Bolton und Andreas Lettenbichler erwarten. Beide bringen Top-Erfahrung ins Spiel und werden ihren “Platz in der Futterkette” behaupten wollen. Dabei wird auch Alfredo Gomez nicht einfach nur zusehen: der Spanier konnte, nachdem er 2013 völlig überraschend auf Platz 2 fuhr, 2014 verletzungsbedingt nicht antreten. Er könnte auch in diesem Jahr für eine Überraschung sorgen.

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Daten / Fahrer / Länder / Streckendetails:

Offroad Tag 1:

Iron: 98km. Geschätzte Mindest-Fahrzeit: 4:05

Bronze: 98km. Geschätzte Mindest-Fahrzeit: 4:18

Silver: 135km. Geschätzte Mindest-Fahrzeit: 5:19

Gold: 129km. Geschätzte Mindest-Fahrzeit: 5:52

Offroad Tag 2:

Iron: 96km. Geschätzte Mindest-Fahrzeit: 4:24

Bronze: 115km. Geschätzte Mindest-Fahrzeit: 4:48

Silver: 123km. Geschätzte Mindest-Fahrzeit: 5:01

Gold: 143km. Geschätzte Mindest-Fahrzeit: 5:28

Offroad Tag 3:

Iron: 89km. Geschätzte Mindest-Fahrzeit: 3:22

Bronze: 113km. Geschätzte Mindest-Fahrzeit: 4:15

Silver: 142km. Geschätzte Mindest-Fahrzeit: 5:19

Gold: 161km. Geschätzte Mindest-Fahrzeit: 5:37

Offroad Tag 4:

Iron: 93km. Geschätzte Mindest-Fahrzeit: 3:43

Bronze: 105km. Geschätzte Mindest-Fahrzeit: 3:50

Silver: 137km. Geschätzte Mindest-Fahrzeit: 5:01

Gold: 161km. Geschätzte Mindest-Fahrzeit: 5:51

Geschätzte Höhenmeter:

Gold Klasse 60k, Silver & Bronze Klasse 50k, Iron Klasse 40k

Allgemeines:

Profi-Fotos: Ab diesem Jahr können hochaufgelöste Fotos aller Fahrer (nur für private und Mediennutzung, keine Werbung) auf www.redbullromaniacs.com erworben werden.
Service, Teile und Reifen: In Sibiu und auch direkt im Fahrerlager gibt es eine breite Palette von Anbietern, einige sind hier gelistet: www.redbullromaniacs.com/for-riders/motorcycle-race-servicing-parts-rental/
Der Veranstalter empfiehlt, die vorderen Kotflügel frei zu halten (keine Grafik oder Sponsoren-Infos), da diese Fläche für die Aufkleber der Veranstaltung (Autorisierung) benötigt wird.
Die Medien-Akkreditierung ist jetzt eröffnet, Journalisten und Photografen können sich hier anmelden: http://www.redbullromaniacs.com/sf-media/media-2015/media-accreditation/.

Laia Sanz unterschreibt bei KTM

Wie bereits auf dr-dirt.de berichtet, wird Laia Sanz zu KTM wechseln. Die Katalanin wird für die Mattighofener in der Damen-Enduro-Weltmeisterschaft und im KTM Rallye Werksteam antreten.

laia_racePit Beirer (Chef KTM Motorsport): “Es ist eine große Freude, Laia Sanz als unsere erste weibliche Enduro-Werksfahrerin willkommen zu heissen. Laia bringt eine große Erfolgsgeschichte und herausragende Motorradfähigkeiten mit. Ihre drei Damen Enduro-WM Titel und ihre Top10-Platzierung in der Gesamtwertung der Dakar 2015 sprechen für sich.

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Die Damen-Enduro-WM 2015 geht über acht Runden auf vier Rennwochenenden verteilt:
09.-10. Mai: Jerez, Spanien
16.-17. Mai: Gouveia, Portugal
11.-12. Juli: Saint Hubert, Belgien
 03.-04. Oktober: Requista, Frankreich

Laia Sanz von Honda zu KTM

Enduro- und Rallyepilotin Laia Sanz wird ihren Vertrag bei Honda nicht verlängern und bei der Dakar 2016 wohl auf KTM an den Start gehen.10931220_776352729107905_3393652438679925084_n
Honda setzt bei der nächsten Rallye Dakar mit den Top-Piloten Joan Barreda und Paulo Goncalves auf Sieg und haben der 29-jährigen Katalanin einen Platz als Rucksackfahrer im Team angeboten.

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Dieses passt jedoch nicht in die Planung der 11-maligen Trial-Weltmeisterin aus Barcelona.

In der Gesamtwertung der Dakar 2015 kämpfte sich Sanz auf den neunten Platz.
Mit einer bemerkenswerten Leistung über alle Etappen sicherte sie sich das beste Ergebnis, das je von einer Frau in der Motorradwertung bei der Rallye Dakar erzielt wurde. Sanz wird bei der nächsten Dakar nicht mehr für das Team aus Japan antreten und ist laut Quellen aus ihrem Umfeld in Vertragsverhandlungen mit der Marke aus Mattighofen.

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Fotos: Frederic Le Floch/dppi; Dr. Dirt

 

Enduro Xtreme 2015

Lange Auffahrt

Das Enduro Xtreme 2015 findet am Samstag, 24. Oktober 2015 in in Dudelange, Luxemburg statt.
Die sehr anspruchsvolle Streckenführung – mit einer Länge von ungefähr 6 Kilometern – ist mit beeindruckenden Hindernissen übersät und beinhaltet steile Auf- und Abfahrten, Sprünge und knifflige Abschnitte aus dem Trialsport, so dass die Teilnehmer ihr Motorrad sehr gut beherrschen und körperlich topfit sein müssen.

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Einschreibeprozedur
Das 3 Stunden dauernde 8. Enduro Xtreme findet statt am Samstag, dem 24. Oktober 2015, in Dudelange (Grossherzogtum Luxembourg), route de Kayl, Ort genannt ‘ancienne carrière Cloos’.
Die Einschreibung der Teilnehmer beginnt am Montag, dem 18. Mai um 22.00 Uhr.
Die Teilnahmeanfragen müssen per Email an die Adresse xtrem.diddeleng@yahoo.com abgeschickt werden – Anfragen, die vor 22.00 Uhr eintreffen, werden nicht berücksichtigt. Die Teilnahme ist begrenzt auf 200 Piloten.
Die Teilnehmer erhalten per Email eine Nennbestätigung mit den Einzelheiten betreffend die Zahlung der Nenngebühr. Die Nennung wird erst gültig nachdem der Fahrer seine Nenngebühr von 60,00 EUR überwiesen hat.
Bei einer Nichtteilnahme wird die Nenngebühr nicht zurückerstattet. Wird die Veranstaltung jedoch durch den Veranstalter (höhere Gewalt, kurzfristige Kündigung der ministeriellen Genehmigung) abgesagt, werden bereits bezahlte Gebühren bis auf eine Bearbeitungsgebühr von 5,00 EUR zurückerstattet. Weitere Ansprüche gegenüber dem Veranstalter können nicht geltend gemacht werden.

Eine Nachnennung vor Ort ist nicht möglich.
Sobald die Nenngebühr verbucht wurde, wird der Name des eingeschriebenen Fahrers auf unserer Homepage www.motofrenn.lu veröffentlicht und der Teilnehmer erhält per Email das Reglement mit den Teilnahmebedingungen und der Verzichterklärung, die vervollständigt, unterschrieben und vor dem Start des Rennens bei der Meldestelle abgegeben werden muss.

Es wird dieses Jahr ein Gesamtklassement sowie eine Klasse für Fahrer über 45 Jahre geben.

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Häufig gestellte Fragen:

  • Motorräder brauchen nicht zugelassen zu sein
  • lizenzfreies Rennen ohne Verbandzwang
  • Startberechtigt sind Enduro- und Motocrossmotorräder, Trialmotorräder dürfen nicht teilnehmen
  • Maximal Lautstärke 94 dB
  • Startnummern werden vom Veranstalter ausgegeben

Zeitlicher Ablauf:

  • Einführungsrunden finden von 10.00 bis 11.00 Uhr statt, das Rennen von 13.00 bis 16.00 Uhr
  • Briefing der Teilnehmer findet um 09.30 Uhr statt – auf Deutsch, Französisch und Englisch
  • Preisverteilung findet gegen 17.00 Uhr statt

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Das Gelände befindet sich in Dudelange, Kaylerstrasse,  ‘carrière Cloos’, GPS Koordinaten lat = 49,4857881323, lon = 6,06568810098

Das Camping-Gelände ist geeignet für Wohnwagen, Wohnmobile und Zelte.

Weitere Auskünfte können unter: motofrenn@pt.lu

Der Eintritt für Zuschauer ist frei.

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Jonny Walker ist “The Tough One”

Nachdem er zwei Mal Zweiter wurde, holte sich KTM Werksfahrer Jonny Walker einen wohlverdienten Start-Ziel-Sieg beim The Tough One 2015.
Der Wettergott war Fahrern und Zuschauern milde gestimmt und so präsentierte sich der Nantmawr Steinbruch an der walisischen Grenze beim berühmtesten Hardenduro-Rennen in Großbritannien mit warmen Temperaturen und Sonnenschein.
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The standard Red Bull Channels Player.

Walkers Plan, sich von Beginn an vom Verfolgerfeld abzusetzen, ist aufgegangen. Kein anderer Fahrer konnte ihn ernsthaft in Bedrängnis bringen.
“Ich lag von Anfang an in Führung und habe dann versucht, Fehler zu vermeiden”, sagte Walker. “Ich habe es geschafft, meinen Vorsprung von 2 Minuten bis ins Ziel halten. Mein ganzes Team hat einen tollen Job gemacht und ich bin wirklich froh, hier endlich zu gewinnen.”
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Die Strecke war wie gewohnt sehr anspruchsvoll und so kämpfte Graham Jarvis in den ersten Rudnen mit seinem Tempo. Obwohl er nach der Halbzeit des Rennens ordentlich Druck machte, konnte der Husqvarna-Werksfahrer nicht zu Walker aufschließen und wurde Zweiter.

“Ich hatte recht früh etwas Arm Pump und Schwierigkeiten mit dem Tempo”, sagte Jarvis. “Nachdem ich meine Spur gefunden habe, konnte ich Jonnys Geschwindigkeit halten. Dummerweise war ich am Anfang einfach zu langsam.”

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Nachdem er zu Beginn mit Pech zu kämpfen hatte, war Alfredo Gómez wahrscheinlich der Mann des Rennens. Beim Le Mans-Start stolperte der Spanier und dann blieb sein Hinterrad noch in einem Traktorreifen stecken. Die erste Runde beendete Gomez außerhalb der Top 10. Mit ausreichend Wut im Bauch startete er dann seinen Angriff und bis zum Ende der sechsten Runde hatte er einen Platz auf dem Podium herausgefahren.
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Nach diesem katastrophalen Start war der dritte Platz war ein großer Erfolg für Gomez. Die ersten drei Fahrer waren die einzigen, die 13 Runden auf der rutschigen Strecke abgeschlossen.

Ergebnisse – The Tough One 2015
1. Jonny Walker (KTM)
2. Graham Jarvis (Husqvarna)
3. Alfredo Gómez (Husqvarna)
4. Andreas Lettenbichler (KTM)
5. Lars Enöckl (KTM)

 

Fotos: Jonty Edmunds/Future 7 Media/Redbull Content Pool

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