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Enduro mit Freunden in Rumänien

Nicht nur für Hardenduro-Rallyes wie die Red Bull Romaniacs ist Rumänien ein idealer Schauplatz.
Auch als Reiseland ist der Karpatenbogen sehr zu empfehlen.
Besonders, wenn man sich für weite und ursprüngliche Landschaften begeistern kann und diese mit der Enduro erschließen möchte.

Hier ein kleines Beispiel, wie ein Endurotag bei der Enduromania aussehen kann:

Verhoeven und Frétigné starten auf Speedbrain BMW G 450 RR

Mit Frans Verhoeven und David Frétigné verstärken ab sofort zwei erfahrene Rallye-Profis das Speedbrain BMW Rallye Team.
Wie heute bekannt wurde, werden die beiden Dakar-Teilnehmer auf dem Rallyebike G450RR starten.

Speedbrain-Fahrer Frans Verhoeven

Speedbrain-Fahrer Frans Verhoeven

Für David Frétigné, der die letzten Rallye Dakar noch auf einer Yamaha WR 450 absolvierte, ist die BMW neu.
Der Niederländer Verhoeven war bereits bei der diesjährigen Rallye Dakar als Privatfahrer auf einer modifizierten BMW G 450 X unterwegs und war bislang bei dem Weißenburger Unternehmen für die Weiterentwicklung der Rallye-Performance-Teile mit Ziel Dakar 2011 zuständig.

BMW G 450 RR

Das Speedbrain Rallyebike BMW G 450 RR

Ich hatte beim Enduro X-Trem in Luxemburg die Gelegenheit, mit Frans Verhoeven über seine neue Aufgabe und die kommenden Wettbewerbe zu sprechen.
“Die BMW ist ein unglaublich vielseitiges und handliches Bike. Beim Showriding auf den BMW Motorrad Days in Garmisch konnte ich mit der G450RR ohne Probleme mit den Kollegen auf den Sportenduros mithalten”, berichtet der 43-jährige.
“Es macht viel Spaß mit der BMW zu fahren – für mich liegt die Herausforderung aber auch immer darin, das Motorrad weiter zu entwicklen und zu optimieren. ”

Auf die Frage nach der Zusammenarbeit mit Speedbrain und mit David Frétigné sagt Verhoeven: “Es ist ein sehr gutes Gefühl, als Fahrer Teil eines starken Teams zu sein. Nur so kann man auf Dauer Erfolge erzielen und eine Maschine und sich selbst weiterentwickeln. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit David, den ich ja bereits lange kenne und sehr schätze. Wir werden in den nächsten Wochen gemeinsam einige Trainingseinheiten in Süd-Frankreich absolvieren und uns auf die nächsten Wettbewerbe wie die Pharaonen-Rallye im Oktober in Ägypten vorbereiten.”

Frans Verhoeven mit der G 450 RR

Frans Verhoeven mit der G 450 RR

Ebenfalls mit dem Speedbrain-Logo werden Pedro Bianchi Prata und Paulo Goncalves aus Portugal und  der Brasilianer Zé Hélio auf der Rallye BMW starten.
Für die Rallye Dakar 2011 ist diese Mannschaft auf jeden Fall eine echte Ansage, die wir sicher bei einigen Etappen in den Top 10 erwarten dürfen.

David Fretigne hat auf jeden Fall grosse Ambitionen: «Ich habe beim Team speedbrain mit diesem klaren Ziel unterschrieben. Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, da ich 14 Jahre lang für eine andere Marke fuhr. Die Zusammenarbeit mit speedbrain ist für mich eine grosse Chance. Ich bin restlos überzeugt von der Struktur des Teams und dessen Kompetenz. Ausserdem bin ich sehr beeindruckt von der Leistung und dem Handling des BMW Motorrads. Gemeinsam bringen wir im Team grosse Rennerfahrung, Kompetenz und Knowhow in der Gestaltung, Entwicklung, Ausrüstung sowie der Feinabstimmung von Rennmotorrädern ein. Ich habe lange auf diesen Moment gewartet. Seit vielen Jahren sammele ich alle meine Kraft und Fähigkeiten, um mein grosses Ziel zu erreichen: den Sieg bei der Rallye Dakar. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass dies nun Realität wird.»

Foto: BMW

David Frétigné verläßt Yamaha Motor France

Schon länger hielten sich Gerüchte, aber genaues war nicht bekannt.
Nun ist es offiziell: nach 11 Jahren endet mit Ablauf der Saison 2010 die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen David Frétigné und Yamaha Motor France.

David Frétigné

David Frétigné

Die gemeinsame Erfolgsbilanz:
- 5 x Französischer Enduromeister
- 3 x Weltmeister ISDE
- 5 Gewinner des Rand-Auvergne
- 6-facher Sieger von Trèfle Lozérien
- Sieger der 450ccm Klasse bei der Rallye Dakar 2004, 2005 und 2009
- 4 mal Gewinner des Shamrock

David Fretigné beim Trèfle Lozérien

In Zukunft wird Frétigné nach eigener Aussage eine BMW G 450 X fahren.
Die spannende Frage ist nun, für welches Team David Frétigné bei der Dakar 2011 am den Start geht.

Hier David in Aktion beim Trèfle Lozérien 2008



Enduro X-Trem 2010: Hitzeschlacht in Luxemburg

Bei mehr als hochsommerlichen Temperaturen gingen gestern rund 150 Endurofahrer im Luxemburger Ort Dudelange an den Start des Enduro X-Trem 2010.
Um 13 Uhr fiel der Startschuss und die Piloten mußten nach einem Le-Mans-Start bei fast 40°C im Schatten die erste Steigung zu Fuß bewältigen.
Bereits nach kurzer Fahrt wurden die ersten Combatanden von technischen oder konditionellen Schwächen ereilt und mußten vorzeitig das Handtuch bzw. sich selbst in den Pool-Container werfen.
Steile Auffahrten bei heissen Temperaturen

Nicht jede Auffahrt wurde auf Anhieb gemeistert

Bedingt durch die noch anspruchsvollere Strecke und die kräftezehrenden Wetterbedingungen fielen die gefahrenen Runden deutlich niedriger aus als noch im vergangenen Jahr.
Die ebenfalls teilnehmenden Pro-Rider wie WM-Fahrer Jeff Goblet oder Rallye-Pilot Frans Verhoeven dominierten durch ausgezeichnete Technik und konnten ihre Kräfte deutlich besser einteilen als die Hobby-Kämpfer.
Verhoeven konnte zu seinem grossen Bedauern nur 3 Runden auf seiner BMW G450X absolvieren, bevor sich die Feder seines Seitenständers in der Kette verfangen und eine Weiterfahrt unmöglich gemacht hat. “Diese Strecke ist unglaublich abwechslungsreich und eine Freunde zu fahren. Ich hätte gerne noch einige Runden weiter um den Sieg gekämpft”, so der Niederländer nach seinem Ausfall.

Frans Verhoeven (links) läßt sich die Strecke erklären

Die Plätze auf dem Podium gingen an Jeff Goblet aus Belgien (16 Runden), Rene Dietrich aus Deutschland (13 Runden) und den Lokalmatadoren Ivo Cotterchio aus Luxemburg (12 Runden).

Ausgerichtet wurde diese feine Veranstaltung von den Mitgliedern des Luxemburger Motorradclubs Motofrenn Diddeleng, die mit Streckenbau, Container-Pool, Zählstellen-Dusche und Wasser-Verpflegung einen perfekten Job gemacht haben.

Romaniacs – Auf dem “Königsweg”

Am 2. Tag habe ich den Nürnberger Hobby Rider Thomas Scholl auf dem “Königsweg” mit der Kamera begleitet.
Das Video ist noch nicht bearbeitet, ich wollte euch schnellstens die Bilder dieser tollen Strecke zeigen.

Romaniacs – Tag 2 und 3

Buna Ziua aus Sibiu.
Nach 2 Tagen on the road zum Bivak in Petrosani und zurück kann ich mich endlich wieder melden.
Liveberichte für das Internet sind in den Karpaten eine echte Herausforderung… wenn es mal irgendwo Mobilnetz gibt, ist es meistens nicht der Provider, den man so braucht.

Arbeitsalltag in Rumänien

Arbeitsalltag in Rumänien

Der Schein trügt... heftiger Regen macht den Fahrern zu schaffen

Der Schein trügt... heftiger Regen macht den Fahrern zu schaffen

Eines kann ich auf jeden Fall schon sagen, diese Romaniacs wird sicher als “die Härteste” in die Geschichte eingehen.
Fast unfahrbahre Tracks in allen Klasse und zum Teil verherende Wetterbedingungen machen es den Fahrern unglaublich schwer. Wir haben hier zur Zeit immer wieder Gewitter und starke Regenfälle.

Video von Tag 2:

Für morgen sind die Tracks pauschal eine Klasse herunter gestuft worden.
Die Pro-Rider und die Trialer – wo sich Stefan Zwerenz und Phillip Scholz super schlagen – fahren Expert-Track, die Experts mit den Hobbys auf der Hobbyspur.  Allerdings ist für die Hobby-Fahrer ein Teil der Strecke durch Liason ersetzt worden.

Wir sind morgen wieder mit 3 Teams auf der Strecke, um so aktuell wie es hier möglich ist, Bilder und Berichte von der Etappe in den Blog zu stellen.

Besonders spannend wird es, da es ein heisses Kopf an Kopf Rennen zwischen Lettenbichler und Birch gibt.

Ach ja, Taddy Blazusiak ist am Montag wieder nach Hause geflogen, nachdem er sich auf der ersten Etappe am Sonntag an der Schulter verletzt hat.

Lars Enökel, mit 21 Jahren der jüngste Starter in der Pro-Klasse, hat ein gutes Bild abgegeben, sich aber auf der gestrigen Etappe nach Petrosani den Mittelfuß gebrochen und mußte damit das Rennen abbrechen und ist bereits zur weiteren Behandlung in Österreich.

Harter Kampf an Cambodia

Harter Kampf an Cambodia


Mehr Bilder von Tag 2 und 3

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Romaniacs – der schwere erste Tag

Seit heute läuft die Red Bull Romaniacs und somit auch die Liveberichterstattung von der Romaniacs im Web.
Unter http://www.redbullromaniacs.com/nc/de/2010-edition/2010-blog/ werden 6 Kollegen und ich euch so schnell es geht von den krassesten Stellen auf den Tracks berichten.

Heute haben die Fahrer sehr gelitten. Extrem glitschige Strecke, kaum Sicht und Regen, Regen, Regen.
Taddy und Letti haben sich massiv abgelegt und etliche Fahrer haben zum Teil mehrere Stunden ohne Sprit im Wald gestanden.

Nur zwei Fahrer sind an diesem unglaublich heftigen Rallye-Auftakt überhaupt ins Ziel gekommen:  Graham Jarvis auf Sherco, der von bereits im ersten Teil der Etappe den zweitplatzierten Neuseeländer Chris Birch überholen konnte, schafft es seine Position bis ins Finish zu halten und einen Vorsprung von knapp 40 Minuten herauszufahren. Alle weiteren Fahrer werden aufgrund der Überschreitungen ihrer Time-Bars vorher abgewunken oder konnten aufgrund von Spritmangel oder anderen Ausfällen den Tag nicht erfolgreich beenden.

Auch die Pro-Rider kann eine plötzliches Treibstoff-Ende ereilen. So stand der Südafrikaner Darryl Curtis über 1,5 Stunden ohne Sprit im verregneten Wald. Durch eine Benzinspende eines passierenden Hobbyfahrers und der Polizei konnte er dann schließlich noch den Tankpunkt am Servicepoint erreichen. Trotz der unglaublich widrigen Bedingungen hätte er hier den Preis für den bestgelaunten Fahrer verliehen bekommen.  Leider war für ihn am CP4 aufgrund Zeitüberschreitung die Tagesetappe vorzeitig zuende.

Ich bin gespannt, was in den nächsten Tagen noch so kommt…

Romaniacs: Prolog Qualifikation

Die Qualifikation der Fahrer für den Prolog, der als Auftakt der Romaniacs bereits eine unvorstellbare Tortur für Mensch und Maschine ist, wurde durch den anhaltenden Regen in der City von Sibiu noch einmal eine ganze Ecke krasser.
Das Qualifiing für die Hobby und Expertfahrer wurde auf einen Durchgang reduziert, da die Durchlaufzeiten in den einzelnen Klassen den Zeitrahmen arg strapaziert haben.

Taddy Blazusiak (mein Sitznachbar von gestern) war so freundlich, meine Helmcam mit in seine Qualifikation zu nehmen ;-)
Hier das Resultat:

Stürze waren Standardprogramm in allen Kategorien, es bleibt zu hoffen, daß die Blessuren bis zum Start der ersten Offroad-Etappe am morgigen Sonntag ausreichend behandelt werden können.
An dieser Stelle gute Besserun an Helmut Kamper (342), der sich beim Qualify die Schulter ausgekugelt hat.

Hier die Bilder vom Qualify

Taddy beim Aufwärmen:

Ach ja, und Lars Enökl, mit 21 Jahren der jüngste Starter in der Pro-Kategorie, ist heute trotz gestern beim Training gebrochenen Nasenbein an den Start gegangen :respect:

Der Tag vor dem Start

Nach einer kurzen zweiten Anreise-Etappe von Wien nach Sibiu, die mit Taddy Blazusiak als Sitznachbarn im buchstäblichen Flug verging, konnte am Nachmittag die Organisation mit dem Blogger-Team beginnen. Die Blog-Software wurde abgestimmt, Tracks ausgeknobelt und die ersten Bekannten begrüßt.

Beim Prolog-Training stürzte Lars Enöckl, mit 21 Jahren der jüngste Fahrer der Pro-Klasse, schwer und brach sich das Nasenbein. Trotzdem war er beim abendlichen Essen nach einer Portion Tiramisu schon wieder guter Dinge und will auf jeden Fall morgen den Prolog bestreiten.
Dafür schonmal einen großen “Hut ab”!

Die Profis waren auch nicht untätig und zeigten der versammelten Presse in einem Showtermin ihr können.
Presse-Showfahren mit Andreas Lettenbichler, Graham Jarvis, Darryl Curtis, Chris Birch:

Anreise… Wien

Erstaunlicherweise habe ich die erste Etappe auf meinem Weg nach Sibiu zur Red Bull Romaniacs tatsächlich geschafft.

Gestern abend noch hatte ich größte Befürchtungen, nie die Lufthansa-Maschine nach Wien besteigen zu können.
Meine Enduroausrüstung, Fotoequipment und Notebook haben gedroht alle Gepäck-Grenzen zu sprengen.
Der Koffer hatte deutlich über 20 Kilo, der Fotorucksack war auch zu schwer und der Helm in keinem Gepäckstück zu verstauen.
Nachdem die gesamte Ausrüstung einem kritischen Notwendigkeitscheck unterzogen war, sämtliche Jackentaschen mit unverzichtbaren Ausrüstungsteilen wie GPS-Halter, Akkus, etc. gefüllt und aufgrund meiner robusten Fußbekleidung sicher sämtliche Fashion-Magazine ihre Fotostrecken neu schiessen müssen, habe ich es tatsächlich dank einer gehörigen Portion Freundlichkeit durch den Check-in und die Sicherheitskontrolle geschafft.

Romaniacs – here I come!