Toni Bou bleibt Trialer: Erleichterung bei Jarvis und Walker

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Nach dem Weihnachtsbesuch bei der Familie haben es sich Europas Enduristi gerade auf dem Sofa zuhause gemütlich gemacht, da durchzuckt eine Nachricht die Enduro-Gemeinde wie ein Blitz.
In den sozialen Netzwerken und den Enduro-Blogs werden große Neuigkeiten verkündet, die jeden Stollenfreund aus der Verdauungs-Lethargie reißen:

Dem spanischen Weltklasse-Trialer Toni Bou wird es zu langweilig, immer die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Und deshalb würde er sich jetzt eine neue Disziplin aussuchen.
Nicht Blind-Simultan-Schach oder Bodenturnen soll es sein – nein – im Extrem-Enduro möchte sich der 30-jährige Antonio aus Catalonien mit Graham Jarvis, Jonny Walker und seinem Landsmann Alfredo Gómez messen. Und damit diese auch noch eine Chance haben, würde Bou auf einer 450er Viertakt-Honda CRF 450RX starten.

Los getreten wurde die Lawine nicht zuletzt durch ein Bild auf Instagram, das von dem 20-fachen Trial-Weltmeister mit einem mehrdeutigen Kommentar selbst gepostet wurde.

Toni Bou startet keine neue Karriere im Extrem-Enduro

Diese Nachricht wurde von den Online-Magazinen mit Begeisterung aufgenommen und verbreitete sich über Facebook und Whatsapp in Windeseile.

Jedoch ist bei den Enduro-Enthusiasten in Großbritannien, Italien oder Deutschland nicht bekannt, das der 28. Dezember in Spanien auch der „Día de los Santos Inocentes“ ist.
Am „Tag der Unschuldigen Kinder“ ist es üblich, einander Streiche zu spielen und auch Falschmeldungen in den Medien sind keine Seltenheit.

So können Jarvis, Walker und die anderen Extrem-Enduro-Piloten durchatmen und sich auf einen friedlichen Jahreswechsel einstimmen, in der Gewissheit, das im nächsten Jahr die üblichen Verdächtigen um einen Platz auf dem Podium kämpfen.

Foto: Toni Bou / https://www.instagram.com/tonibou/