Red Bull Romaniacs 2015 – Tag 3: Lettenbichler holt sich den Tagessieg vor Gomez

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Graham Jarvis wird Dritter, Jonny Walker und Wade Young fighten um den 4. Platz

Hermannstadt / Sibiu, Rumänien, 17. Juli 2015 – Am Start des heutigen dritten Offroad-Renntages der Red Bull Romaniacs 2015 war es offensichtlich, dass die Rallye bereits ihre Spuren bei den Teilnehmern hinterlassen hat. Etliche Fahrer gingen heute Morgen nicht an den Start, unter ihnen auch Chris Birch (NZL, KTM) und Manuel Lettenbichler (DE, KTM) – die beide gestern ihre Red Bull Romaniacs 2015 beendeten. Passend zur gestrigen Zieleinfahrt im Wasser startete das Rennen heute mit einer Flussdurchfahrt, die die Fahrer der Gold-Klasse pünktlich um 6:30 Uhr unter die Stollen nahmen. Alle Augen waren natürlich auf das Führungsduo Walker und Jarvis gerichtet, die nach dem zweiten Renntag nur wenige Minuten auseinander lagen. Obwohl keine großartigen Überraschungen erwartet wurden, brachte der heutige Tag ordentlich Pfeffer ins Menü!


Jonny Walker (UK, KTM), der Prologsieger und Dominator des gestrigen Renntages, ging heute als Erster und in der klaren Favoritenrolle auf die Strecke. Obwohl man davon ausgehen konnte, dass nur Graham Jarvis den jungen Briten fordern würde, überschlugen sich heute die Ereignisse – und Walker wurde nur 5ter! Die Ausgangslage für den finalen Renntag der Red Bull Romaniacs wird dadurch ungemein interessant, da Jonny immer noch die Gesamtführung inne hat. Kennt man den Siegeswillen des Briten, dann darf man sich morgen auf eine fulminante Fahrt von Walker freuen! „Wenn du als erster ins Rennen gehst ist die Navigation immer etwas schwieriger. Ich hatte heute einen guten Tag, obwohl mir die Strecke nach dem Servicepunkt weniger gelegen ist. Mein Ziel war es, vor Jarvis zu bleiben aber es schaut danach aus, das Graham einige Sekunden schneller war“, sagte Walker im Ziel.

Graham Jarvis (UK, Husqvarna) bleibt also Walkers Hauptkonkurrent um den Gesamtsieg der Red Bull Romaniacs 2015 und wird morgen voll motiviert zur Aufholjagd starten. Der Zweite in der Gesamtwertung wurde heute mit einer Top-Leistung Tagesdritter, obwohl der „König der Karpaten“ nach einem morgendlichen Sturz etwas aus dem Rhythmus kam und ziemlich erschöpft durch den Zielbogen fuhr. Nach dem Bekanntwerden der Tagesergebnisse sagte Jarvis zufrieden: „Ich bin glücklich mit meinem heutigen dritten Platz. Das bedeutet, dass morgen alles passieren kann!“

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Andreas Lettenbichler (DE, KTM), der gestern wegen einem verpassten Kontrollpunkt eine saftige Strafzeit kassierte, ging heute als 12ter ins Rennen – ohne Hoffnung auf einen Podiumsplatz in der Gesamtwertung der Rallye. Aber anstatt sich mit einer Sicherheitsfahrt im Cruise-Modus zufrieden zu geben, ließ der sympathische Bayer heute absolut nichts anbrennen! Letti profitierte von seiner späten Startzeit und konzentrierte sich voll auf die Aufholjagd nach der Führungsgruppe. Obwohl er kurz nach dem Start in der Sektion „The Forgotten Trail“ nur knapp einen bösen Sturz vermeiden konnte, fuhr der KTM-Werksfahrer im alpinen Terrain vor dem Servicepunkt einen Vorsprung von 5 Minuten auf seine Konkurrenten heraus. Mit einer beeindruckenden Leistung behielt Lettenbichler den Vorsprung bis ins Ziel und holte sich den wohlverdienten Tagessieg! „Ich bin sehr glücklich mit meinem Tagessieg, die Strecke war heute wunderbar und nicht allzu schwer für mich – ein hervorragender dritter Renntag! Ich bin schließlich nicht zum Cruisen hier, ich fahre immer um zu gewinnen“, strahlte Letti im Ziel.

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Alfredo Gomez (ESP, Husqvarna) wurde heuer starker Zweiter. Der Madrilene nach dem Rennen: „Ich bin zufrieden mit meinem Tag, obwohl ich gleich zu Beginn einen Überschlag fabrizierte. Danach fand ich aber endlich meinen Rhythmus.“

Ebenfalls gut unterwegs war Wade Young (RSA, KTM): „Ich bin mit meinem heutigen vierten Platz mehr als zufrieden! Ich habe heute gefühlte 110% Vollgas gegeben, und trotzdem haben mich Gomez und Letti überholt. Ich habe versucht, mit den beiden mitzuhalten aber der Speed im Rennen ist heuer gewaltig hoch! Trotzdem hatte ich einen großartigen Tag.“

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Am morgigen letzten Renntag der Red Bull Romaniacs 2015 gehen die Fahrer ab 7:00 Uhr Früh in die Entscheidung, wobei die Gold- und Silber-Klasse erneut von einem anderen Startpunkt als die Bronze- und Iron-Fahrer ins Rennen startet. Der finale Renntag beginnt mit einem Anstieg um 1.500 Höhenmeter auf die hohen Berge der Karpaten, gefolgt von atemberaubenden Auf- und Abfahrten noch vor dem Servicepunkt. Danach serviert die Rallye den Gold- und Silber-Teilnehmern noch ein kerniges Workout bevor sie zum Ende des Renntages auf der Bronze- und Iron-Strecke über die Ebenen zum legendären Gusterita-Zielhang knapp außerhalb Sibius gelangen.

Red Bull Romaniacs Offroad-Renntag 4:
Iron-Klasse 93 Kilometer Streckenlänge / geschätzte Minimal-Fahrzeit 3:43 Stunden
Bronze-Klasse 105 Kilometer Streckenlänge / geschätzte Minimal-Fahrzeit 3:50 Stunden
Silber-Klasse 117 Kilometer Streckenlänge / geschätzte Minimal-Fahrzeit 5:01 Stunden
Gold-Klasse 153 Kilometer Streckenlänge / geschätzte Minimal-Fahrzeit 5:34 Stunden